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Zweiter Jahrestag des Geiseldramas von Beslan

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Zweiter Jahrestag des Geiseldramas von Beslan

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Mit der Enthüllung eines Denkmals hat die südrussische Stadt Beslan der mehr als dreihundert Opfer des Geiseldramas vor zwei Jahren gedacht. Die meisten von ihnen waren Kinder. Der Streit um die misslungene Befreiungsaktion der russischen Armee ist seither nicht beigelegt worden. Noch gibt es keinen offiziellen Untersuchungsbericht zu den Vorgängen. Der Sondergesandte des Kreml für den Nordkaukasus, Dmitry Kozak sagte, die wichtige Frage sei, wie man eine derartige Tragödie in Zukunft verhindern könne. Dabei müsse man aber stets der Versuchung widerstehen, die Verantwortung für die damaligen Vorfälle nicht nur den Tätern, sondern auch Unschuldigen zu geben.

Ein tschetschenisches Terrorkommando hatte in einer Schule in Beslan in der Provinz Nord-Ossetien mehr als 1.100 Schüler, Eltern und Lehrer drei Tage lang gefangengehalten. Am 3. September wurde die Geiselnahme von der Armee gewaltsam beendet. Dabei kam es zu stundenlangen Gefechten mit den mehr als dreissig Terroristen, die nur einer von ihnen überlebte. Er wurde später von einem Gericht zum Tode verurteilt; die Strafe wurde jedoch in lebenslange Haft umgewandelt.