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Libanon-Friedenstruppe: die ersten Italiener sind da

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Libanon-Friedenstruppe: die ersten Italiener sind da

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Die ersten 800 italienischen Soldaten sind am Sonnabend nahe der Hafenstadt Tyrus an Land gegangen. Sie sammelten sich zunächst bei einem Strandhotel, das von libanesischen Soldaten bewacht wurde. Insgesamt will Italien rund 3000 Soldaten im Rahmen der UNO-Friedenstruppe einsetzen, Frankreich 2000 und Spanien gut 1000.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte den Weg für insgesamt etwa 15 000 Soldaten freigegeben, die zusammen mit der libanesischen Armee die Sicherheitszone im Südlibanon kontrollieren sollen. Das Kommando übernehmen zunächst die Franzosen, im Februar soll es an die Italiener übergehen. Insgesamt haben etwa 20 Länder eine Beteiligung zugesagt.

Was sagen die Menschen im Südlibanon zur internationalen Schutztruppe? “Wir heißen sie willkommen, als Friedenstruppe, nicht wie die früheren UNO-Leute, die nur UNS von Angriffen abhalten wollten. Die hier sollten BEIDE Seiten von Angriffen abhalten”, sagte ein junger Libanese. Und eine junge Frau meinte: “Ich hoffe, dass sie zwischen Israel und dem Libanon Ruhe schaffen.” Die libanesische Armee will alle Hisbollah-Waffen konfiszieren, die sie findet, eine gewaltsame Entwaffnung lehnt sie aber ab.