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Hoffnung auf Frieden durch italiensche Soldaten im Libanon

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Hoffnung auf Frieden durch italiensche Soldaten im Libanon

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Die Ankunft der ersten italienischen UNO-Soldaten im Libanon hat in der Bevölkerung des Landes unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Auf dem Weg zu ihrer Militärbasis in einer Kaserne der libanesischen Armee 25 Kilometer östlich von Tyrus passierten die Italiener mehrere Siedlungen, in denen ihnen vor allem Kinder freundlich zuwinkten. Manche Erwachsene zeigten sich allerdings skeptisch und bezeichneten die geplante UN-Mission als bedeutungslos.

Die Italiener stellen mit insgesamt 3000 Mann das grösste Kontingent innerhalb der UN-Friedenstruppe, die im Süden des Libanon an der Grenze zu Israel stationiert werden soll. In der Hafenstadt Tyrus herrscht Hoffnung auf Frieden nach der Ankunft der Italiener. “Glauben Sie, dass die Hisbollah eine Entwaffnung akzeptieren wird?”, fragt der italienische Journalist, und der Libanese antwortet: “Ja, ich glaube schon.”

Ein junger Mann meint: “Ich bin sehr zufrieden, die Italiener zu sehen. Das verschafft uns Sicherheit. Ich habe ganz schnell diese alte Mütze rausgeholt.” Insgesamt sind bislang rund 800 italienische Soldaten auf 5 Kriegsschiffen im Libanon angekommen. Auf Grund der rauhen See konnten nicht Alle gleich von Bord gehen. Neben den Soldaten wurden auch Militärfahrzeuge und Ausrüstung an Land gebracht.