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Afghanistan: Tote auf beiden Seiten

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Afghanistan: Tote auf beiden Seiten

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In Afghanistan sind bei den schwersten Kämpfen seit dem Sturz der Taliban Ende 2001 mehr als 200 radikal-islamische Rebellen getötet worden. Dies erklärte ein Sprecher der Nato-Geführten Internationale Schutztruppe ISAF. Nach Angaben des NATO-Befehlshabers in Südafghanistan wurden auch vier Soldaten des kanadischen Kontingents getötet. Ein ISAF-Sprecher sagte, die Truppe habe bei ihrer laufenden Operation Medusa schwere Artillerie eingesetzt und Luftangriffe geflogen; mehr als achtzig Rebellen seien gefangen genommen worden.

Im Operationsgebiet in der südlichen Region Kandahar starben am Vortag 14 britische Soldaten bei einem Flugzeugabsturz. Nach offiziellen Angaben befanden sie sich auf einem Aufklärungsflug mit einer Maschine vom Typ Nimrod MR2; es habe technische Probleme gegeben, hieß es: Die Maschine sei nicht abgeschossen worden. Die Soldaten stammten von der britischen Luftwaffenbasis Kinloss in Schottland. Der dortige Befehlshaber erklärte, alle dort trauerten um die toten Kameraden. Es sei ein furchtbarer Verlust, und viele Menschen in Kinloss seien davon betroffen, aber wie immer in solchen Situation zeigten sich die Soldaten als Profis und rückten enger zusammen, um den betroffenen Familien beizustehen ….

Auch der afghanische Präsident Hamid Karsai sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Es war der schwerste Verlust der britischen Truppe in Afghanistan an einem einzelnen Tag seit Beginn des Kampfes gegen die Taliban Ende 2001.