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UNO-Friedenstruppe im Libanon wächst weiter

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UNO-Friedenstruppe im Libanon wächst weiter

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Zum ersten Mal beteiligt sich ein arabisches Land an der Libanon-Friedenstruppe UNIFIL. Der Golfstaat Katar hat jetzt zwei- bis dreihundert Soldaten zugesagt.

Die schon gelandeten Einheiten aus Europa richten sich inzwischen ein: Die italienischen Soldaten haben damit begonnen, ein vorläufiges Lager aufzubauen. Knapp neunhundert von ihnen waren am Wochenende im Libanon angekommen.

Auch neue französische Einheiten sind auf dem Weg. Ein Schiff mit zweihundert Soldaten und mehr als einhundert Fahrzeugen legte vom südfranzösischen Hafen Toulon ab.

Deutschland wartet für den geplanten Marineverband dagegen weiter auf eine Anforderung. Laut libanesischer Regierung soll diese Anforderung sehr bald an die UNO übergeben werden.

Der UNIFIL-Kommandant, der französische General Alain Pellegrini, besuchte die Italiener in ihrem neuen Lager. Nach seinen Angaben füllen die Truppen eine Lücke der Mission im Süden des Libanon, rund um die Hafenstadt Tyrus.

Die französischen Truppen, die schon im Land sind, kümmern sich weiterhin vor allem um den Wiederaufbau von Straßen und Brücken.

In der Gegend von Damur haben sie eine Behelfsbrücke fast fertiggestellt – diese Strecke ist die wichtigste Verbindung von der Hauptstadt Beirut in den libanesischen Süden.