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Erster russischer Staatsbesuch in Südafrika

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Erster russischer Staatsbesuch in Südafrika

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Zum ersten Mal besucht ein russischer Präsident Südafrika. Twei Tage wird Wladimir Putin hier bleiben; zu Beginn traf er in Kapstadt mit seinem Kollegen Thabo Mbeki zusammen. Mbeki kennt Russland; als Kämpfer der Anti-Apartheid-Bewegung ANC wurde er in der Sowjetunion ausgebildet. Trotz der langen Beziehungen zum inzwischen regierenden ANC kam es aber bisher nie zu einem Staatsbesuch. Putin wird auch vor den Abgeordneten im südafrikanischen Parlament sprechen und mehrere Abkommen unterzeichnen. Dazu zählen ein Vertrag über Freundschaft und Zusammenarbeit, aber auch Wirtschaftsabkommen. Putin wird deshalb von rund hundert Managern begleitet.

Vor allem der Handel zwischen beiden Ländern soll ausgedehnt werden. Bisher liefert das rohstoffreiche Südafrika an Russland vor allem Zitrusfrüchte. Wichtig für Russland sind aber zum Beispiel Südafrikas Manganvorräte. Das Metall wird in der Stahlherstellung gebraucht. Auch in der Förderung von Diamanten soll es mehr Zusammenarbeit geben. Drei Viertel aller Diamanten kommen aus den beiden Ländern.

Aber es geht bei dem Besuch auch nicht nur um Wirtschaft: Putin wird ebenfalls Robben Island besuchen – das Gefängnis, in dem Nelson Mandela fast zwanzig Jahre lang eingekerkert war.