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OECD-Konjunkturbericht: Weltwirtschaft nimmt Fahrt auf, Zinsen sollen weiter steigen

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OECD-Konjunkturbericht: Weltwirtschaft nimmt Fahrt auf, Zinsen sollen weiter steigen

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Die US-Notenbank Federal Reserve wird nach Ansicht der OECD die Zinsen weiter anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Dagegen könne die EZB zu einer neutralen Geldpolitik zurückkehren – allerdings erst schrittweise. Das sind die Kernaussagen des jüngsten Konjunkturberichts, den OECD-Chefvolkswirt Jean-Philippe Cotis in Paris vorstellte. Insgesamt habe die Weltwirtschaft zu einem soliden Wachstumskurs zurückgefunden – trotz der hohen Ölpreise. Im Einzelnen hielt die OECD an ihrer Wachstumsprognose für die USA fest, die Einschätzungen für Großbritannien und die Eurozone sind nun positiver. Lediglich Japan wird schlechter bewertet als noch im Mai. Damit dürfte sich EZB-Präsident Jean-Claude Trichet bestätigt sehen. Sein Haus ließ die Leitzinsen in der vergangenen Woche unverändert, deutete aber gleichzeitig eine Anhebung für Oktober an.

Erstmals seit Jahren hat die OECD dagegen keine Einwände mehr. Der Aufschwung in der Eurozone sei stark genug, um eine Erhöhung zu rechtfertigen, auch wenn die Inflation unter Kontrolle sei. In den USA hingegen bestehe weiter die Gefahr einer Überhitzung.