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Verwirrspiel um deutschen Libanoneinsatz

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Verwirrspiel um deutschen Libanoneinsatz

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Libanesische Truppen übernehmen weitere Teile des Landes von der israelischen Armee: So rücken sie jetzt in Bint Jbeil ein – den Grenzort, der während des einmonatigen Libanon-Kriegs besonders schwer umkämpft war. Er liegt auf einer wichtigen Anhöhe und galt Israel als Hochburg der Hisbollah-Miliz. Der Libanon beharrt jetzt aber weiter darauf, dass Israel die Luft- und Seeblockade aufhebt. Die Regierung sieht in der Blockade einen Verstoß gegen die UNO-Resolution und hat sich offiziell beim Sicherheitsrat beschwert. Bei der Überwachung der Küste geht das Verwirrspiel jetzt in eine neue Runde: Der Libanon hat Frankreich gebeten, diese Überwachung zu übernehmen. Frankreich ist dazu auch bereit – aber nur, bis der geplante Marineverband unter deutscher Führung eintrifft.

Den hat Libanons Regierung aber nach wie vor nicht angefordert. Vertreter der Hisbollah wollen die deutschen Schiffe außerhalb der Hoheitsgewässer, mindestens aber sieben Seemeilen vor der Küste. Dort könnten sie aber nicht wie vorgesehen einen Waffenschmuggel entlang der Küste verhindern. Außerdem macht der Libanon auch hier das Ende der Luft- und Seeblockade zur Bedingung.