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Brüssel hebt Wachstumsprognose für die Eurozone auf 2,5 Prozent an

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Brüssel hebt Wachstumsprognose für die Eurozone auf 2,5 Prozent an

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Die EU-Kommission hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr angehoben. Statt 2,1 Prozent erwartet Brüssel nun einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts der Eurozone von 2,5 Prozent. Bei der Vorstellung des Konjunkturberichts erklärte Währungskommissar Joaquin Almunia indes, das zweite Halbjahr falle schwächer aus als das erste.

Insgesamt sei aber positiv, dass die Wirtschaft der Eurozone zunehmend von der Binnennachfrage getragen werde. Auch sei der starke Anstieg der Ölpreise gut weggesteckt worden.

Mit ihrer Prognose blieb die EU-Kommission leicht hinter der OECD zurück, die am Dienstag ihre Einschätzung von 2,7 Prozent Wachstum vorgelegt hatte. Innerhalb der Eurozone gibt es indes Unterschiede: Spanien bleibt an der Spitze, Frankreich und Deutschland sind nur Durchschnitt, Italien weiterhin schwach.

Den Aufschwung, etwa in der Industrie, sollen die Mitgliedsländer laut Brüssel dazu nutzen, wieder Ordnung in ihre defizitären öffentlichen Haushalte zu bringen. Dazu sei jetzt Gelegenheit.

Denn angetrieben von den hohen Ölpreisen drohe die ohnehin überhitzte Inflation weiter anzuziehen. Dafür gebe es bereits einige Anzeichen. Wegen der Teuerungsentwicklung bereitete die Europäische Zentralbank die Märkte auf eine weitere Zinserhöhung im Oktober vor.

Derzeit liegt der wichtigste Leitzins bei drei Prozent. Wahrscheinlich ist eine Anhebung um einen Viertelprozentpunkt auf 3,25 Prozent. Erst dann halten Fachleute die EZB-Zinspolitik für neutral. Das heißt, sie wird weder die Preisentwicklung noch das Wachstum nennenswert beeinflussen.