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Gifte im Körper - EU-Verordnung soll helfen


Redaktion Brüssel

Gifte im Körper - EU-Verordnung soll helfen

Mit Fernsehspots, in denen vier Europaparlamentarier mitmachen, hat der WWF
seine Kampagne “Detox” – “Entgiftung” vorangetrieben. Sie soll darauf aufmerksam machen, dass sich im Laufe des Lebens im Menschen unzählige giftige und gesundheitsgefährdende Chemikalien ansammeln.
Im November wird im Europaparlament über REACH abgestimmt, die umstrittene EU-Verordnung über die Registrierung, Bewertung und Zulassung von chemischen Stoffen. “Unser Problem ist es, die Menschen zu erreichen. Deshalb mache ich mit bei den WWF-Fernsehspots,” sagt ein Parlamentarier aus Ungarn.
“Über das Fernsehen erreichen wir auch die, die nicht lesen,” meint die finnische Abgeordnete, die auch in dem Spot zu sehen ist.
Bei REACH handelt es sich um das ambitionierteste Regulierungsvorhaben, das jemals in Angriff genommen wurde. Es betrifft die Bewertung und Zulassung von 30.000 Stoffen.
Eine Mitarbeiterin von WWF sagt:
“Da viele chemischen Substanzen gefährlich sind für unsere Gesundheit, hoffen wir wirklich, dass diesmal bei der zweiten Lesung von REACH im Parlament eine große Mehrheit der Abgeordneten für die Verordnung stimmen wird und dass wir sie durchbringen werden.”
Es wird damit gerechnet, dass REACH im Frühjahr 2007 in Kraft tritt. Aufgrund zahlreicher Ungereimtheiten sind Startschwierigkeiten und volkswirtschaftliche Verluste jedoch vorprogrammiert. So ist zum Beispiel unklar, ob die europäische Chemikalienbehörde in Helsinki rechtzeitig genügend qualifiziertes Personal finden kann, um die vielen Substanzen zu testen und zu bewerten.

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