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Türkischer Libanon-Einsatz bleibt umstritten

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Türkischer Libanon-Einsatz bleibt umstritten

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Wieder hat es in der Türkei Proteste gegen einen Einsatz bei der UNO-Friedenstruppe im Libanon gegeben. Einige hundert Jugendliche demonstrierten in der Hauptstadt Ankara gegen eine türkische Beteiligung.

Das Parlament hatte den Einsatz gestern gebilligt. Viele Türken sind aber dagegen, nach einer Umfrage sogar achtzig Prozent – für sie dient die Mission vor allem israelischen und amerikanischen Interessen.

Die islamisch geprägte Türkei spielt im Nahen Osten eine wichtige Rolle, mit guten Beziehungen sowohl zu arabischen Ländern als auch zu Israel und den USA. Außerdem strebt das Land den Beitritt zur EU an und ist Mitglied der NATO.

Man sei sich der geschichtlichen und humanitären Verantwortung in dieser Gegend bewusst, sagte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Deshalb sei man der Bitte des Libanon und der UNO nachgekommen.

Die Türkei wird sich vor allem an dem Marineeinsatz zur Überwachung der libanesischen Küste beteiligen. Auch die Ausbildung libanesischer Soldaten ist möglich. Bodentruppen wird es nicht geben.