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Oppositionelle in Georgien festgenommen

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Oppositionelle in Georgien festgenommen

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In Georgien hat die Polizei etwa 30 Gegner von Präsident Michail Saakaschwili festgenommen. Der Zugriff von 450 Polizisten in Tiflis und anderen Städten richtete sich offenbar vor allem gegen die oppositionelle Partei Gerechtigkeit des früheren Sicherheitsministers Igor Georgadse, der seit Jahren in Rußland lebt.

An den Zufahrtsstraßen zur Hauptstadt Tiflis sollen Panzerwagen postiert worden sein. Saakaschwili war
nach ersten Berichten während der Festnahmen auf Auslandsreise.

Georgiens Innenminister sagte, den Festgenommenen würden Hochverrat und die Vorbereitung eines Staatsstreichs vorgeworfen.

Die Beziehungen zwischen Georgien und Rußland sind seit Jahren angespannt. Gestritten wird vor allem über die abtrünnige georgische Provinz Süd-Ossetien.

Süd-Ossetien ist seit 1992 von Georgien abgespalten und möchte sich Rußland anschließen. Nord-Ossetien gehört seit der Sowjetzeit zu Rußland.

Erst am Wochenende hatte der georgische Verteidigungsminister – wie er sagte – den Beschuss seines Hubschraubers durch Soldaten der abtrünnigen Region Süd-Ossetien unverletzt überstanden.

Der westorientierte Saakaschwili hatte im November 2003 in der friedlichen “Revolution der Rosen” und die Macht übernommen. Doch der demokratische Aufbruch in dem Kaukasusstaat blieb stecken.