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Lage in Afghanistan spitzt sich zu: Schwerster Selbstmordanschlag seit Taliban-Sturz

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Lage in Afghanistan spitzt sich zu: Schwerster Selbstmordanschlag seit Taliban-Sturz

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Bei einem Selbstmordanschlag in Kabul sind nach offiziellen Angaben 16 Menschen getötet worden. Unter den Opfern befinden sich auch zwei US-Soldaten. 30 weitere Menschen wurden bei dem schwersten Attentat seit dem Sturz der Taliban vor fünf Jahren verletzt.

Die Taliban-Milizen bekannten sich zu der Tat, die auf einen Konvoi der US-Armee nahe der amerikanischen Botschaft abzielte. Der Selbstmordattentäter zündete eine Autobombe auf einer Zugangsstraße zum Massud-Platz, einem der belebtesten Orte der Stadt.

Auch in Kandahar und Farah verübten Aufständische Anschläge. In Kandahar starb ein Attentäter beim Zünden einer Bombe, in Farah wurden vier italienische Soldaten bei einer Explosion verletzt. Angesichts der zugespitzten Lage in Afghanistan führt die NATO seit Samstag vergangener Woche eine Offensive gegen Rebellen in der Provinz Kandahar – nach NATO-Angaben wurden dabei bislang mehr als 300 Aufständische getötet. Bei einem Treffen des nordatlantischen Bündnisses in Warschau beschloss die NATO am Freitag, Truppenverstärkungen nach Afghanistan zu beordern.