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VW-Führung und Gewerkschaft ringen um Sanierungsmaßnahmen

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VW-Führung und Gewerkschaft ringen um Sanierungsmaßnahmen

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Beim deutschen Autobauer Volkswagen haben die Gespräche über die Sanierung der Kernmarke VW begonnen. Seit Freitag ringen in Hannover Geschäftsführung und Gewerkschaft um Produktionskosten, Arbeitszeit und Auslastung. VW-Personalvorstand Horst Neumann hofft auf Zugeständnisse von den Arbeitnehmervertretern:
“Wenn das wichtigste Auto, der Golf, in den roten Zahlen ist, dann ist die Welt bei Volkswagen nicht in Ordnung. Und dann müssen wir sie gemeinsam wieder in Ordnung bringen.”

Harmut Meine, Verhandlungsführer der IG Metall, will im Gegenzug aber Standortgarantien und verlangt konkrete Zusagen für Auslastung, Investitionen und Beschäftigung in den sechs deutschen Werken. Hauptproblem von VW sind die hohen Kosten, die seit Jahren auf die Gewinnmargen drücken. Für 2006 erwarten Analysten einen Nettoertrag von 1,6 Milliarden Euro. Das ist deutlich mehr als 2005, bleibt aber noch erheblich unter den Zahlen von 2002, als 2,6 Milliarden Euro erreicht wurden.

Kernforderung des VW-Managements ist die Abschaffung der Vier-Tage-Woche mit 28,8 Stunden. Sie war vor zwöf Jahren eingeführt worden. Nach dem Willen des Konzerns soll sie durch die 35-Stunden-Woche ersetzt werden – ohne Lohnausgleich. Dies lehnt die Gewerkschaft ab.