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Wahlen in Montenegro.

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Wahlen in Montenegro.

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Vier Monate nach seiner Unabhängigkeit, wählt das kleine Adrialand ein neues Parlament. 484.000 Wahlberechtigte, sechs Koalitionen, fünf Parteien und eine Bürgerbewegung. Insgesamt 747 Kandidaten kämpfen um die 81 Sitze im Parlament in der Hauptstadt Podgorica.

Im Kern geht es allerdings um die Zukunft des seit eineinhalb Jahrzehnten amtierenden Ministerpräsidenten Milo Djukanovic. Der 44jährige sozialdemokratische Amtsinhaber will die von ihm mit durchsetzter Unabhängigkeit Montenegros nutzen, um noch einmal die Regierung zu stellen. Sein Gegenspieler, der Sozialist Predrag Bulatovic, kämpft ebenfalls um die Macht im Lande.

Er war gegen die Unabhängigkeit Montenegros. Er verspricht die Korruption zu bekämpfen, die Armut zu mindern und Privatisierungen zu überprüfen. Das Ziel des jüngsten Staates der Weltgemeinschaft ist es, Mitglied der Europäischen Union zu werden. Deshalb müssen Reformen greifen, die der bisherige Staatschef nicht gewollt hat. Seit der Unabhängigkeit von Serbien ist in Montenegro immer wieder der autokratische Führungsstil des Amtinhabers kritisiert worden. Außerdem soll er sich während seiner Amtszeit mit zwielichtigen Geschäftsleuten eingelassen und das Land durch Krieg, Schmuggel und Kriminalität ausgebeutet haben.