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Montenegro steht Weg nach Europa offen

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Montenegro steht Weg nach Europa offen

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Der Wahlsieg des amtierenden Ministerpräsidenten von Montenegro, Milo Djukanovic, hat auch außenpolitisch ein erstes Ergebnis gebracht: Die Europäische Union will neue Gespräche mit Montenegro über eine Annäherung an die EU aufnehmen. Das teilte Erweiterungskommissar, Olli Rehn, mit. Djukanovic hatte mit seiner Koalition aus Sozialisten und Sozialdemokraten am Sonntag die Parlamentswahlen mit absoluter Mehrheit gewonnen. Nach vorläufigen Ergebnissen bekommt das Bündnis 41 der 81 Abegeordnetensitze.

Nach Einschätzung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa sind die Wahlen weitgehend sauber verlaufen. Das hat die EU nun dazu bewogen, Montenegro die Annäherung an die Gemeinschaft anzubieten. Der montenegrinische Ministerpräsident hatte auch mit einem europäischen Kurs Wahlkampf betrieben. Djukanovic gilt als Symbolfigur für die Unabhängigkeit Montenegros von Serbien. Die Bevölkerung hatte sich im Mai in einem Referendum mehrheitlich für die Auflösung des Staatenbundes entschieden.