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Offiziell: Staatliche russische Bank ist EADS-Aktionär

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Offiziell: Staatliche russische Bank ist EADS-Aktionär

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Russland wird künftig bei Entscheidungen des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS mit am Tisch sitzen. Das Airbus-Mutterunternehmen bestätigte den Kapitaleinstieg der staatlichen russischen Wneschtorgbank. Diese hält künftig mehr als fünf Prozent an EADS. Wneschtorgbank wollte diese Mitteilung indes nicht kommentieren.

Die russische Bank rückt damit in den Kernaktionärskreis von EADS auf. Den größten Anteil daran haben der französische Staat und Lagardere sowie der deutsche Autobauer DaimlerChrysler – beide kommen auf 22,5 Prozent. Dem trägt auch die fein austarierte Führungsstruktur Rechnung. EADS wird von zwei Ko-Vorstandschefs geleitet: dem Franzosen Louis Gallois und dem Deutschen Thomas Enders.

Der Einfluss der Russen könnte künftig durchaus noch wachsen. Der Kauf von EADS-Aktien durch die Wneschtorgbank gehe weiter, hieß es in Moskauer Pressemeldungen. Staatspräsident Vladimir Putin wolle dadurch die europäisch-russische Luftfahrtindustrie weiter verzahnen. Schon jetzt gibt es eine Reihe gemeinsamer Projekte. So hält EADS zehn Prozent am größten privaten russischen Flugzeugbauer Irkut. Nach Ansicht von Analysten könnten zudem schon bald erheblich mehr Airbus-Flugzeugkomponenten aus russischer Produktion kommen.