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OPEC lässt Förderquoten unverändert

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OPEC lässt Förderquoten unverändert

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Trotz deutlich gefallener Rohölpreise behält die OPEC ihre Förderquoten bei. Das erklärte der algerische Ölminister am Rande des Ministertreffens des Kartells in Wien. Offiziell fördern die OPEC-Mitglieder – ohne den Irak – täglich 28 Millionen Barrel. Das entspricht einem Drittel der weltweiten Nachfrage nach Rohöl, die bei 84,8 Millionen Barrel pro Tag liegt. Der Preis für das Barrel der Nordseesorte Brent bewegte sich am Montag knapp unter der 65-Dollar-Marke. Gegenüber dem Höchststand im Sommer war das ein Minus von 17 Prozent.

Aus Teilnehmerkreisen hieß es, die OPEC verfolge den Preisrückgang auf den Weltmärkten mit Sorge. Die kuwaitische Delegationsleiterin Seham Al-Marsuki erklärte, die OPEC habe sich immer einer ausreichenden Versorgung verpflichtet. Derzeit seien die Märkte nicht nur ausreichend, sondern überversorgt.

Äußerungen wie diese wurden von Analysten als Versuch gewertet, die Märkte auf eine Drosselung der OPEC-Förderung einzustimmen. Dies könnte spätestens beim nächsten Ministertreffen im Dezember beschlossen werden. Am Markt wurden die Ursachen für den rückläufigen Preistrend vor allem in der Beruhigung der Lage im Libanon und der bislang milden Hurrikan-Saison gesehen. Auch im Atomstreit mit dem Iran zeichne sich eine Entspannung ab.