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Umstrittener Blair-Besuch im Libanon

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Umstrittener Blair-Besuch im Libanon

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Unerwünscht bei Teilen der libanesischen Bevölkerung – so ist der britische Premierminister Tony Blair heute zu seinem ersten Besuch im Libanon eingetroffen. Rund 1500 Menschen protestierten gegen Blair bei seiner Ankunft in der Innenstadt von Beirut. Der britische Regierungschef war von Ministerpräsident Fuad Siniora empfangen worden.

Bei einem Gespräch mit der libanesischen Regierung waren die beiden Hisbollah-Minister nicht erschienen. Auch Parlamentspräsident Nabih Berri, der der Hisbollah nahe steht, hatte ein Treffen mit dem britischen Premier abgesagt. Der Grund für die Proteste aus Politik und Bevölkerung: Großbritannien hatte sich während des Krieges, wie auch die USA, nicht für einen sofortigen Waffenstillstand ausgesprochen. Blair wird daher vorgeworfen, sich auf die Seite der USA und Israels gestellt zu haben. Bei Blairs Besuch geht es auch darum, welchen Beitrag Großbritannien zum Wiederaufbau des zerstörten Landes leisten wird. An der UN-Mission UNIFIL wird sich Großbritannien nicht beteiligen.