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Anschlag auf US-Botschaft in Damaskus: Vier Tote und mindestens 14 Verletzte

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Anschlag auf US-Botschaft in Damaskus: Vier Tote und mindestens 14 Verletzte

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Bei einem Anschlag auf die US-Botschaft in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind am Dienstag nach offiziellen Angaben vier Menschen getötet worden. Laut Berichten von Augenzeugen hatten die Täter zunächst eine Autobombe vor dem Gebäude gezündet und anschließend das Feuer auf die Botschaft eröffnet. Drei der Angreifer wurden von syrischen Sicherheitsbeamten erschossen. Bei dem vierten Opfer handelt es sich um ein Mitglied einer Anti-Terror-Einheit. Mindestens 14 Menschen wurden verletzt, darunter allerdings keine Botschaftsangehörigen. Ein vierter Attentäter wurde bei dem Feuergefecht leicht verwundet und anschließend festgenommen.

Der syrische Innenminister Bassam Abdel Majid kündigte genaue Untersuchungen an: “Das war ein klarer terroristischer Akt gegen die US-Botschaft”, sagte er, “ein Angriff einer Terrorgruppe, deren Identität noch unklar ist. Erst die Untersuchungen werden wahrscheinlich die Hintergründe der Tat zutage bringen.”

Ein noch schlimmeres Blutbad wurde offenbar nur knapp vermieden: Die Attentäter hatten einen Kleinwagen mit Gasflaschen und Sprengkörpern beladen, die später von Experten entschärft werden konnten. Laut Medienberichten könnte eine Al-Kaida nahe stehende Gruppierung für die Tat verantwortlich sein.

Die Beziehungen zwischen Damaskus und Washington sind seit Jahren angespannt. Erst im Vorjahr hatten die USA nach dem Mord an dem syrienkritischen libanesischen Ex-Regierungschef Rafik Hariri ihren Botschafter aus Syrien abgezogen.