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Gaz de France mit Rekordgewinnen - Proteste gegen geplante Privatisierung

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Gaz de France mit Rekordgewinnen - Proteste gegen geplante Privatisierung

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Der staatliche französische Energieriese GDF präsentiert sich vor seiner geplanten Fusion mit Suez in bester Verfassung. Für das erste Halbjahr bilanzierte der Konzern den Rekordgewinn von 1,7 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 44 Prozent. Zugleich schraubte GDF seine Gewinnerwartung für das Gesamtjahr höher. Der Umsatz stieg um 37 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro. GDF verfügt über 13,8 Millionen Kunden und beschäftigt 53.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In mehreren Städten gingen einige von ihnen auf die Straße, um gegen die geplante Privatisierung zu demonstrieren. Die Privatisierung ist die Voraussetzung für die anschließend von der Regierung betriebene Fusion mit dem privaten Versorger Suez. Gegen diese Operation gibt es massiven politischen Widerstand.

Der Vorsitzende der kommunistischen Gewerkschaft CGT, Bernard Thibault, sprach von einem Energie-Monopoly. Dabei kämpften private Anbieter um die besten Positionen, um die größtmöglichen Profite einzustreichen und die Tarife zu erhöhen. Die Zeche zu zahlen hätten am Ende die Verbraucher.

Die Kunden haben indes eine Tariferhöhung gerade erst hinter sich. So waren die Gaspreise in Frankreich kürzlich um 26 Prozent angehoben worden. GDF hatte dies mit der Verteuerung der Erdgaslieferungen aus Russland und Algerien begründet. In der Nationalversammlung liefern sich derzeit Regierung und Opposition erbitterte Gefechte um das GDF-Gesetz.