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Verstärkung für Libanon-Friedenstruppe - Hisbollah fordert Rücktritt der Regierung in Beirut

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Verstärkung für Libanon-Friedenstruppe - Hisbollah fordert Rücktritt der Regierung in Beirut

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Am Morgen brachte ein Schiff 14 Panzer für das französische Kontingent nach Beirut. Nach Angaben des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac wird China die UN-Truppe um rund 1.000 Soldaten verstärken. Norwegen beschloss die Entsendung von vier Schiffen, Russland will Ende September mehrere hundert Soldaten schicken. Die Friedenstruppe mit etwa 15.000 Soldaten soll im südlichen Libanon den Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz überwachen. In Beirut versammelten sich Tausende Anhänger der Hisbollah zu einer Großdemonstration. Es war die erste Kundgebung der Hisbollah seit dem Krieg gegen Israel.

Hisbollah-Sprecher Ali Mansur wandte sich gegen eine Entwaffnung der Organisation: Man habe sich entschieden, Krieg gegen Israel zu führen, sagte er, und mit der Hilfe Gottes sei die Hisbollah siegreich gewesen. Die Hisbollah fordert den Rücktritt der libanesischen Regierung, nachdem diese am Montag den britischen Premierminister Tony Blair empfangen hatte. Blairs Besuch hatte zu heftigen Protesten in der Bevölkerung geführt.