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Bislang keine Aufstockung der UN-Mission in Afghanistan

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Bislang keine Aufstockung der UN-Mission in Afghanistan

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Trotz der angespannten Lage im Land wollen führende NATO-Mitglieder aus Europa momentan die internationalen Truppen nicht aufzustocken. Das verlautete aus Nato-Kreisen in Brüssel. Die NATO hatte eine Verstärkung der ISAF-Schutztruppe von 2500 Soldaten gefordert. Gleichzeitig warnte der pakistanische Präsident Pervez Musharraf, dass die islamitischen Taliban eine noch größere Bedrohung für die Region seien als Al-Qaida-Terroristen. Kanadische, britische und niederländische Truppen haben im Süden Afghanistans täglich mit der Taliban-Guerilla zu kämpfen – besonders in der Region Kandahar. Für US-Außenministerin Condoleeza Rice ist die Situation untragbar, sie sagte bei einem Besuch in Kanada: “Wenn wir uns gescheiterte Staaten in dieser strategisch wichtigen Region leisten, dann werden wir dafür bezahlen müssen. Ich weiß, dass wir Opfer bringen müssen und ich weiß, dass manchmal nicht alles nach Plan verlaufen wird.”

Erst vor wenigen Tagen hatte ein Selbstmordanschlag die Hauptstadt Kabul erschüttert: Eine Autobombe war in der Nähe der US-Botschaft und des ISAF-Hauptquartiers explodiert. Als Drahtzieher hinter all den Anschlägen gilt Taliban-Führer Mohammed Omar. Nach Ansicht des pakistanischen Präsidenten Musharraf operiert er von Afghanistan aus. Damit wies Musharraf Vermutungen zurück, Omar könnte sich in Pakistan aufhalten. Die Sicherheitslage in Afghanistan wird momentan als so schlecht angesehen, wie seit dem Sturz des Taliban-Regimes nicht mehr. Erst am Dienstag hatte der Weltsicherheitsrat das Mandat für die internationale Schutztruppe ISAF verlängert.