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Druck auf Blair wird größer

Ein frostiger Empfang für den britischen Premierminister – vor dem Gewerkschaftskongress in Brighton erntete Tony Blair zwar Applaus, aber auch Pfiffe und Buhrufe. Etwa zwanzig Gewerkschafter hielten Protestplakate hoch oder verließen demonstrativ den Saal. Zahlreiche Mitglieder forderten den Abzug britischer Truppen aus dem Irak.

Blair bedankte sich ironisch für den Empfang: “Schade, dass die Medien nicht hier sind, um über die Initiativen der Gewerkschaft zu berichten, sondern über eine kleine Gruppe, die einen Protest veranstaltet”.

Blairs Popularität ist laut Umfragen so tief gesunken wie nie zuvor. In der vergangenen Woche zog er die Konsequenzen: Er kündigte an, innerhalb eines Jahres zurückzutreten. Tony Woodley, Generalsekretär der Arbeiter- und Verkehrsgewerkschaft: “Tony Blair steht unter dem Druck, so schnell wie möglich zu gehen. Denn, wie ich schon oft wiederholt habe, stehen die schottischen und walisischen Wahlen an. Damit wir eine gute Chance haben, sollte Blair spätestens im März seinen Hut nehmen.”

Es wird damit gerechnet, dass Schatzkanzler Gordon Brown Blairs Nachfolge antritt. Allerdings formiert sich bereits der Widerstand: Nach Zeitungsberichten wollen offenbar etwa zehn Kabinettsmitglieder einen Gegenkandidaten aufstellen.

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