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Neue Anschläge in Iraks Hauptstadt Bagdad

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Neue Anschläge in Iraks Hauptstadt Bagdad

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Mehr als zwanzig Menschen sind heute früh bei Anschlägen in Iraks Hauptstadt Bagdad ums Leben gekommen. Acht starben, als eine Autobombe vor einem Umspannwerk explodierte. Ziel des Anschlags waren offenbar die Polizisten, die die Anlage bewachten. Die Polizei war auch schon zuvor angegriffen worden: Nach neuen Angaben starben vierzehn Menschen, als am Sitz der Bagdader Verkehrspolizei ebenfalls eine Autobombe hochging. Die Explosion passierte zur Hauptverkehrszeit. Mehr als siebzig Menschen wurden verletzt.

Polizei und Armee sind oft Ziele dieser Anschläge: Erst am Montag starben in Bagdad bei einem Selbstmordanschlag dreizehn Armeerekruten. In weiteren Zwischenfällen wurden seit gestern abend zwei amerikanische Soldaten getötet. Trotz der seit August verschärften Sicherheitsmaßnahmen nimmt auch sonst die Gewalt kein Ende: Innerhalb von 24 Stunden wurden in verschiedenen Gegenden Bagdads insgesamt sechzig Leichen gefunden. Laut Innenministerium waren die meisten der Toten gefesselt. Sie hätten Kopfschüsse gehabt; viele seien offenbar gefoltert worden.