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Täter nach Attentat in Türkei noch unbekannt

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Täter nach Attentat in Türkei noch unbekannt

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Nach der schweren Bombenexplosion in Diyarbakir im Südosten der Türkei ist die Zahl der Toten auf elf gestiegen. Mehr als ein Dutzend Menschen wurden verletzt. Der Sprengsatz war am Abend an einer Bushaltestelle explodiert und ließ die Fenster der umliegenden Häuser bersten. Es wird vermutet, dass die Bombe durch ein Handy ferngezündet wurde. Bisher hat sich niemand zu dem Attentat bekannt.

Die Stadt Diyarbakir wird überwiegend von Kurden bewohnt. Sie gilt als Operationsbasis der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Die PKK hat in den letzten 20 Jahren immer wieder Attentate verübt. Ziel der Angriffe waren dabei aber meist die türkischen Sicherheitskräfte in abgelegenen Gebieten gewesen – nicht die Städte in den Kurdengebieten.

Zuletzt übernahmen die Kurdischen Freiheitsfalken die Verantwortung für Anschläge im August in Istanbul und Touristenorten an der Küste. Die militante Gruppe hatte weitere Terrorakte angekündigt.