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Wall Street Journal: Ford vor einschneidenden Sparmaßnahmen

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Wall Street Journal: Ford vor einschneidenden Sparmaßnahmen

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Der angeschlagene US-Autobauer Ford steht offenbar vor einer tief greifenden Umstrukturierung. Vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats soll der neue Vorstandschef und Boeing-Sanierer Alan Mulally laut Wall Street Journal massive Einsparungen und Stellenkürzungen umsetzen. Einzelheiten könnten schon am Freitag bekannt gegeben werden. Die harten Wettbewerbsbedingungen vor allem in Nordamerika drücken bei Ford seit Jahren auf die Gewinnmargen. Im ersten Halbjahr fuhr der Konzern mit mehr als 1,1 Milliarden Euro in die roten Zahlen. Bereits zu Jahresbeginn hatte Ford bis 2012 die Schließung von 14 Fabriken und den Abbau von 30.000 Arbeitsplätzen angekündigt.

Die neuen Pläne sollen weitere Kürzungen in der Verwaltung vorsehen. Zur Disposition stehen dabei besonders Posten mit Leitungsaufgaben. Der Abbau solle vorrangig durch Angebote zur Frühpensionierung erfolgen. Beschlossen ist der Verkauf der Luxusmarke Aston Martin. Trotz der Popularität durch die James-Bond-Filme arbeitet die Marke am Rande der Rentabilität. Noch schlimmer sieht es bei Jaguar aus. Seit Monaten wird über den Verkauf der verlustreichen britischen Tochter spekuliert. Als renomierträchtiges Sammlerstück allein ist die Marke für den Ford-Konzern zu teuer geworden.