Eilmeldung

Eilmeldung

Werbung für französisch-amerikanische Beziehungen

Sie lesen gerade:

Werbung für französisch-amerikanische Beziehungen

Schriftgrösse Aa Aa

Frankreichs Innenminister Nicolas Sarkozy will die abgekühlten Beziehungen zu den USA wieder aufwärmen. In Washington traf Sarkozy, der sich für die Wahl im Mai auch Hoffnungen auf das Amt des Präsidenten macht, sowohl Präsident George Bush als auch Außenministerin Condoleezza Rice.

In einer Rede bekräftigte er seinen Einsatz für gute Beziehungen zu Amerika, auch wenn ihm das in Frankreich Kritik einbringe. Er sei aber kein Feigling, sondern stolz auf diese Freundschaft und bekenne sich gerne dazu.

Kritik bringen ihm auch Bilder wie von seinem Besuch zuvor bei der New Yorker Feuerwehr, fünf Jahre nach dem Anschlag vom 11. September. Für Frankreichs Opposition ist das kein Arbeitsbesuch des Innenministers, sondern schon eine Wahlkampftour des Präsidentschaftskandidaten.

Währenddessen absolviert die mögliche Kandidatin der sozialistischen Opposition ihre eigene Besuchstour: In Rom traf Segolene Royal Ministerpräsident Romano Prodi.

Royal hat schon eine lange politische Laufbahn, unter anderem mehrfach als Ministerin, gilt aber außenpolitisch als unerfahren. Aber nicht deswegen sei sie hier, sagte sie: Sie wolle nicht ihr Bild in der Öffentlichkeit verbessern, sondern komme dorthin, wo sie eingeladen sei. Sie komme, um mitzureden und zuzuhören. Und falls sie nominiert werde, wolle sie dem französischen Volk erklären, wie sie den internationalen Dialog und die Zukunft Europas sehe – und vor allem die Rolle Frankreichs in diesem Dialog.

Nach Rom wird Segolene Royal auch noch in Madrid und in Brüssel erwartet. Dort, in Brüssel, war übrigens vor ein paar Tagen auch schon ihr wahrscheinlicher Wahlkampfgegner: Nicolas Sarkozy präsentierte sich dort mit seinen Ideen für die Zukunft der EU nach dem Scheitern der Verfassung – Fragen, zu denen sich Royal bisher kaum geäußert hat.