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Nach über 60 Jahren erste Ordination von Rabinern in Deutschland

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Nach über 60 Jahren erste Ordination von Rabinern in Deutschland

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Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg sind in Deutschland wieder Rabbiner ordiniert worden. In einer feierlichen Zeremonie in der Neuen Synagoge Dresden wurden sie in ihr ins Amt eingeführt. Die drei Jung-Rabbiner haben das Abraham Geiger Kolleg der Universität Potsdam absolviert. Sie stammen aus Deutschland, Tschechien und Südafrika. Sie werden künftig jüdische Gemeinden in Oldenburg, München und Kapstadt betreuen. In Deutschland leiden die jüdischen Gemeinden unter Nachwuchssorgen. Derzeit gibt es für die 105 Gemeinden mit ihren rund 100.000 Mitgliedern 27 Rabbiner. 1942 schlossen die Nazis die letzte Lehranstalt. Die letzte Rabbiner-Ordination in Deutschland fand vermutlich 1940 an einem geheimen Ort in Berlin statt; genaue Angaben darüber sind aber nicht mehr verfügbar.