Eilmeldung

Eilmeldung

Ford am Abgrund: 44.000 Stellen sollen gestrichen werden - Milliardenverluste im laufenden Jahr

Sie lesen gerade:

Ford am Abgrund: 44.000 Stellen sollen gestrichen werden - Milliardenverluste im laufenden Jahr

Schriftgrösse Aa Aa

Der schwer angeschlagene US-Autobauer Ford hat mit seinem dritten Sanierungsplan in fünf Jahren eine wirtschaftliche Vollbremsung vollzogen. Bis Ende 2008 sollen 44.000 Beschäftigte den Konzern verlassen. Dazu werden allen 75.000 US-Mitarbeitern Frühruhestandsprogramme angeboten. Der neue Vorstandschef Alan Mulally sagte, Ford müsse seine Kapazitäten der Nachfrage anpassen. Gleichzeitig solle aber weiter in Produktion, Dienstleistungen und Modelle investiert werden. Gemessen am Umsatz ist Ford der viertgrößte Autobauer der Welt und der zweitgrößte rein amerikanische. In Nordamerika verliert das Traditionsunternehmen seit Jahren Marktanteile.

Gründe sind der ruinöse Wettbewerb, die steigenden Benzinpreise und die gesunkene Bereitschaft der Kunden, die einst populären sportlichen Geländewagen zu kaufen. Hier gab es zuletzt einen Absatzrückgang von mehr als 17 Prozent. Allein im ersten Halbjahr fuhr Ford mit Verlusten von 1,1 Milliarden Euro tief in die roten Zahlen. Unter Einschluss von Restrukturierungskosten könnten sogar mehr als sieben Milliarden Euro erreicht werden. Der Löwenanteil der Verluste ist die Folge der Überkapazitäten in Nordamerika, eines zu hohen Personalbestandes sowie hoher Lohn- und Krankenversicherungskosten. Ford will im Rahmen seiner Sanierung statt 14 Standorten nun 16 schließen.