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Kritik an Papstworten über Islam

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Kritik an Papstworten über Islam

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Die Äußerungen des Papstes über den Islam und dessen Verhältnis zur Gewalt haben in der islamischen Welt für scharfe Kritik gesorgt. Benedikt XVI hatte bei einer Vorlesung in Regensburg aus einer mittelalterlichen Schrift zitiert, in der sich Kaiser Manuel II an einen Perser wendet mit den Worten: “Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst Du nur Schlechtes und Inhumanes finden, wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten.”

Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime in Deutschland äußerte sich besorgt: Vor dem Hintergrund der blutigen Kreuzzüge in der muslimischen Welt und der Vertreibung von Juden und Muslimen im alten Spanien, und auch angesichts der “Vereinnahmung der Kirche durch das Naziregime” sehe er es mit Sorge, wenn die Kirche in Sachen Gewalt und Extremismus mit dem Zeigefinger auf andere Religionsgemeinschaften zeige.

Die größte Organisation islamischer Staaten, die “Organisation der Islamischen Konferenz”, warf dem Papst vor. eine Verleumdungskampagne gegen den Islam begonnen zu haben. Die Organisation hoffe, dass der Papst damit nicht eine neue Politik gegenüber dem Islam einleiten wolle.