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Sturm der Entrüstung in inslamischer Welt über Papst-Äußerung

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Sturm der Entrüstung in inslamischer Welt über Papst-Äußerung

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In der islamischen Welt haben Äußerungen des Papstes zum Islam einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Im nordindischen Varansi verbrannten aufgebrachte Muslime eine Puppe, die den Papst darstellen sollte. Der ägyptische Außenminister Amed Abdul Gheit sprach von der Gefahr einer weiteren Entfremdung zwischen Westen und islamischer Welt. Der palästinensische Ministerpräsident Ismail Hanijeh verurteilte die Äußerung des Papstes scharf. Sie gingen an der Wahheit vorbei und belegten die islamische Geschichte, die Dialog und Zivilisation in der Welt verbreitet habe. Unklar ist ob ein Sprengstoffanschlag auf das Jugendzentrum einer griechisch-orthodoxen Kirche im Gazastreifen in Zusammenhang mit der Empörung steht. In Beirut betonte das Oberhaupt der libanesischen Schiiten, Scheich Mohamed Hussein Fadlallah, es gehe nicht darum Probleme mit den Christen zu schaffen, sondern dem Oberhaupt der Katholiken klarzumachen, dass es den Islam nicht verstehe.

Während des Freitagsgebets an Universität Teheran bezeichnete ein hoher Geistlicher die Äußerungen als “unerhört”. Es sei bedauerlich, dass der Papst nicht ausreichend über den Islam informiert sei, sagte Ahmed Chatami, der dem höchsten geistlichen Gremium des Iran, dem Expertenrat, angehört. Der Vorsitzende einer der größten muslimischen Organisationen Indonesiens rief zur Besonnenheit auf. Ob sich der Papst entschuldigt oder nicht, die Umma, die muslimische Gemeinschaft, solle der Welt zeigen, dass der Islam eine Religion des Mitgefühls sei. Der Vatikan veröffentlichte inzwischen eine Erklärung in der es heißt, es habe nicht in der Absicht des Papstes gelegen, die Muslime zu beleidigen.