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Jahrestreffen von Weltbank und IWF in Singapur

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Jahrestreffen von Weltbank und IWF in Singapur

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In Singapur hat das Jahrestreffen des Internationalen Währungsfonds IWF und der Weltbank begonnen. Die Finanzminister der Gruppe der sieben führenden Industrienationen – G7 – warten bei ihrem Treffen vor Konjunkturrisiken: Trotz guter Aussichten für die Weltwirtschaft sei Wachsamkeit vonnöten, erklärten die Finanzminister und warnten vor zunehmend protektionistischen Tendenzen. Als weitere Risiken nannten die Minister der G7 die labilen Energie-märkte und einen steigenden Inflationsdruck in einigen Ländern.

Überschattet wird das Treffen von den Sicherheitsmaßnahmen des autoritär regierten Stadtstaats, der damit Weltbank-Chef Paul Wolfowitz zu scharfer Kritik veranlasste: Mit einem Einreiseverbot für 27 Menschenrechtler habe Singapur dem eigenen Ruf sehr geschadet – und zudem Absprachen mit Weltbank und IMF verletzt, sagte Wolfowitz. Die Regierung hob das Einreiseverbot daraufhin wieder auf.

Derweil beharrte die Opposition auf ihrem Demonstrationsrecht: Nur Sklaven hätten keine Rechte, rief Oppositionspolitiker Chee Soon Juan aus. Die Demonstranten würden vor dem Parlament und vor dem Tagungszentrum von Weltbank und IWF ihre Argumente vortragen. Das fünftägige Jahrestreffen endet am kommenden Mittwoch.