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Weitere Proteste in islamischer Welt wegen Papst-Worten

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Weitere Proteste in islamischer Welt wegen Papst-Worten

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In zahlreichen islamischen Ländern kam es wegen der Worte des Papstes zu weiteren Protesten – so auch in der Türkei. Zuvor hatte der Chef des staatlichen Religionsamtes dem Papst eine Kreuzfahrermentalität vorgeworfen. Die Regierung will jedoch nach eigenem Bekunden an dem für Ende November geplanten Papst-Besuch festhalten.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan nannte die Worte des Papstes “unannehmbar für die islamische Welt”. Die Äußerungen sollten auch in der christlichen Welt nicht gebilligt werden, sagte Erdogan; das habe die weltweite Reaktion auf die Worte des Papstes deutlich gemacht.

In einigen islamischen Ländern sowie in den Palästinensergebieten wie hier in Nablus wurden christliche Kirchen angegriffen.
In Pakistan gingen zahlreiche Menschen zu Demonstrationen auf die Straßen; das Parlament des Landes bezeichnete die Papst-Worte in einer einstimmig angenommenen Resolution als Verstoß gegen die UN-Menschenrechtskonvention. Eine besonders große Menschenmenge protestierte in Sanaa, der Hauptstadt des Jemen, bei einer Wahlkundgebung für Präsident Ali Abdullah Saleh. Der Jemen werde seine Beziehungen zum Vatikan überprüfen, sagte der Präsident. Der Papst müsse sich bei der islamischen Nation entschuldigen.