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Koalitionsverhandlungen von Fatah und Hamas gestoppt

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Koalitionsverhandlungen von Fatah und Hamas gestoppt

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Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat die Anfang der Woche eingeleiteten Verhandlungen über die Bildung einer großen Koalition mit der Hamas-Organisation abgebrochen. Dies erklärte der Sprecher seiner Fatah-Bewegung. Der Chef der Hamas-geführten Palästinenserregierung, Ismail Haiyeh, erklärte daraufhin, die Gespräche seien von Abbas lediglich unterbrochen worden – wegen dessen Reise zur UNO nach New York. Abbas habe ihm versichert, dass die Koalitions-Gespräche nach seiner Rückkehr fortgesetzt würden.

Fatah-Sprecher Rahman hatte erklärt, Hintergrund der Entscheidung von Abbas seien “negative Äußerungen” der Hamas-Führung. Diese lehnte eine Anerkennung Israels weiter ab. In der palästinensischen Presse wurde spekuliert, dass Abbas seine Gespräche in New York nicht durch Verhandlungen mit der radikalen Hamas belasten wolle, und schon gar nicht, nachdem heute erneut Raketen nach Israel abgefeuert wurden – vermutlich von Kämpfern der Hamas. Die Weigerung der radikal-islamischen Hamas, die Existenz des Staates Israel anzuerkennen, hatte die Koalitions-gespräche mit der Fatah von Anfang an belastet.