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Papst Benedikt XVI. äussert Bedauern

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Papst Benedikt XVI. äussert Bedauern

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In seiner Sommerresistenz Castel Gandolfo hat Papst Bendikt XVI. mit dem persönlichen Ausdruck tiefen Bedauerns versucht, die Wogen der Empörung in der islamischen Welt über seine Regensburger Vorlesung zu glätten. Beim sonntäglichen Angelus-Gebet sagte er vor Gläubigen, der von ihm zitierte Text eines byzantinischen Kaisers aus dem 14. Jahrhundert gebe in keiner Weise seine eigenen Gedanken wieder.

Er sei tief betrübt” über die Missverständnisse. Er bedauere zutiefst die Reaktionen in einigen Ländern bezüglich seiner Rede in der Universität von Regensburg, wenn diese die Gefühle gläubiger Muslime verletzt hätten. Er habe in der Rede zum Thema Islam und zur Gewalt lediglich einen mittelalterlichen Text zitiert, den er sich in kleinster Weise zu Eigen mache.

Er hoffe, dass dies die Herzen besänftigt und die wahre Bedeutung seiner Rede klarstellt werden, die in ihrer Ganzheit eine Einladung zum offenen und ernsthaften Dialog im grossen gegenseitigen Respekt sei. Zu dem traditionellen Mittagsgebet waren die Sicherheitsvorkehrungen rund um den Vatikan wesentlich verstärkt worden. Polizisten beschlagnahmten Regenschirme mit Metallspitzen und Flüssigkeiten. Die Polizei ging dabei äusserst diskret vor.

Man kann die Unruhe überall spüren, es liegt in der Luft, hier sind drei mal mehr Polizisten als an anderen Sonntagen. Andere wiederum drückten ihr Unverständnis und Bedauern aus über die aufgeheizte Stimmung in Rom. Ich finde, die Muslime gehen zu weit. Sie sehen nur die gewaltsame Auseinadersetzung. Sie sollten in der Lage sein, über die Dinge zu reden, Worte sind besser als Gewalt.