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Royal trifft Zapatero

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Die französische Präsidentschaftsanwärterin der Sozialisten, Ségolène Royal, ist am Samstag in Madrid mit Spaniens Regierungschef José Luis Rodriguez Zapatero zusammengetroffen. Beim dortigen Sozialistenkongress, der von Freitag bis Sonntag stattfindet, nahm sie insbesondere an einer Debatte für die Gleichberechtigung der Frauen teil – Seite an Seite mit der Vize-Präsidentin der spanischen Regierung und der ehemaligen Kulturministerin. Zuvor war sie bei einer Debatte der sieben sozialistischen Spitzenbewerber für das Präsidentenamt im nordfranzösischen Lens aufgetreten. Diese internen Debatten dürften nicht in Kampf ausarten, forderte die Umfragen-Favoritin der PS. Andernfalls wäre alle Hoffnung, die Rechte zu schlagen, zerstört. Und sie müsse 2007 geschlagen werden, forderte Ségolène Royal. Direkter Konkurrent um das Präsidentenamt ist Ex-Premierminister Lionel Jospin. Er ist nach seiner Niederlage 2002 gegen den rechtsextremen Jean-Marie Le Pen auf die Politbühne zurückgekehrt und zieht entschlossen gegen Innenminister Nicolas Sarkozy zu Felde. Der künftige Kandidat der Regierungspartei UMP sei eine Bedrohung für das Land – sowohl aufgrund seiner Ideen als auch seiner Persönlichkeit.

Nach jüngsten Prognosen sind 56 Prozent der Sozialisten für einer Kandidatur von Royal, Jospin liegt mit 16 Prozent an zweiter Stelle. Wer für die PS ins Rennen um die Präsidentschaft ziehen wird, soll die Parteibasis im November per Urabstimmung entscheiden.