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Sicherheitsvorkehrungen im Vatikan verschärft

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Sicherheitsvorkehrungen im Vatikan verschärft

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Angesichts der heftigen Reaktionen in der islamischen Welt auf Äußerungen des Papstes hat der Vatikan sich um Entspannung bemüht. In einer Erklärung bedauerte Papst Benedikt XVI. zutiefst, dass einige Passagen seiner Rede wie eine Verletzung der Gefühle muslimischer Gläubiger geklungen hätten. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi sagte, der Papst bedaure, was geschehen sei und immer noch geschehe. Das sei niemals seine Absicht gewesen. Benedikt hatte aus einer mittelalterlichen Schrift zitiert in der es heißt, der Prophet Mohammed habe nur Schlechtes und Unmenschliches in die Welt gebracht, weil der die Religion mit dem Schwert verbreiten wollte. In verschiedenen islamischen Ländern wurde bedauert, dass der Papst sich nicht persönlich entschuldigt und seine Worte zurückgenommen hat. In Pakistan protestierten erneut zahlreiche Menschen gegen die Äußerungen des Papstes. In Nablus im Westjordanland wurden christliche Kirchen angegriffen. Der Vatikan verschärfte angesichts mehrerer Drohungen die Sicherheitsvorkehrungen. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan forderte im Vorfeld der für Ende November geplanten Papst-Reise nach Ankara eine Entschuldigung. Benedikt solle von den “falschen, hässlichen, und unglücklichen Worten Abstand nehmen und sich bei der islamischen Welt und den Muslimen entschuldigen”. Es wird erwartet, dass Papst Benedikt XVI. an diesem Sonntag noch einmal Stellung zu den Vorwürfen nehmen wird.