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Chirac gegen Einschaltung des Sicherheitsrats wegen Iran-Atomstreits

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Chirac gegen Einschaltung des Sicherheitsrats wegen Iran-Atomstreits

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Gute Nachrichten für Irans Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad: Nachdem die Blockfreien Staaten bei ihrem Treffen in Kuba am Sonntag die Dominanz der USA kritisiert hatten, – wenn auch indirekt -, kam nun Unterstützung aus Frankreich. Als erster führender europäischer Politiker sprach sich Staatspräsident Jacques Chirac dafür aus, im Atomstreit mit dem Iran nicht den Weltsicherheitsrat einzuschalten. Die Internationale Atomenergie-Organisation hatte in ihrem Bericht an den Sicherheitsrat festgestellt, dass der Iran dessen Forderungen nicht nachgekommen sei. Durch Einschalten des Weltsicherheitsrates stünde die Frage von Sanktionen auf der Tagesordnung. Die USA fordern rasche Maßnahmen gegen Teheran.

Chirac erklärte nun, die fünf UN-Vetomächte und Deutschland sollten weiter mit dem Iran verhandeln; der Verzicht Teherans auf die Urananreicherung dürfe keine Vorbedingung sein. Chirac fügte hinzu, Sanktionen habe er noch nie wohlwollend betrachtet, und er habe auch nie gesehen, “dass Sanktionen gegriffen” hätten.