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MAN bietet für Scania 9,6 Milliarden Euro - Widerstand bei schwedischem LKW-Bauer

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MAN bietet für Scania 9,6 Milliarden Euro - Widerstand bei schwedischem LKW-Bauer

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Nach langen Spekulationen hat der deutsche Lastwagenbauer MAN ein Kaufangebot für seinen schwedischen Rivalen Scania vorgelegt. Es beträgt 9,6 Milliarden Euro. Der Scania-Aufsichtsrat und die größten Aktionäre, Volkswagen und die Holding Investor AB, lehnten das Projekt ab.

Dennoch Zuversicht bei MAN-Vorstandschef Hakan Samuelson. Er zeigte sich überzeugt, dass es sich um ein gutes Angebot handele. In den kommenden Wochen werde man den Dialog mit den Scania-Großaktionären fortsetzen. Durch die Übernahme würden MAN und Scania auf dem hart umkämpften europäischen Markt den bisherigen Branchenprimus Volvo Trucks mit den Marken Volvo und Renault ablösen. Auf Rang drei wäre jetzt DaimlerChrysler mit der Marke Mercedes.

Für den größten Scania-Aktionär Volkswagen entspricht eine Annahme des Angebots nicht seinem – so wörtlich – “industriellen Interesse. VW hält knapp 19 Prozent des Scania-Kapitals und 34 Prozent der Stimmrechte. Die zur Wallenberg-Familie gehörende Holding Investor AB hielt den gebotenen Kaufpreis für zu niedrig. Investor hält zehn Prozent an Scania und ist damit zweitgrößter Gesellschafter.

Dagegen vereinbarte MAN bereits mit dem französischen Renault-Konzern die Übernahme von dessen Aktienkapital von rund drei Prozent. Mit den europäischen Wettbewerbshütern nahm MAN ebenfalls Kontakt auf. Größere Probleme seien nicht zu erwarten, hieß es.