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Mit "body-mass-index" gegen Hungerharken-Mode

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Mit "body-mass-index" gegen Hungerharken-Mode

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Sie brachte die “Hungerharken-Figur” auf den Laufsteg – Kate Moss in den 90ern. Zu Tausenden strebten junge Mädchen diese “Idealfigur” an – und handelten sich schlimme Gesundheitsstörungen ein. “Anorexie” – Magersucht.

In Spanien leiden daran rund eine Million Frauen. Aus diesem Grund hat die Bezirksregierung von Madrid dafür gesorgt, dass bei dem von ihr mitfinanzierten Mode-Event “ Passarela Cibeles” keine extrem dünnen Models mit laufen dürfen. Dieser spanische Modeschöpfer findet das durchaus in Ordnung. Er meint auch, man müsse auf die falschen Vorbilder verzichten, die auf Jugendliche einen negativen Einfluß haben.

Man orientiert sich am body-mass-index. 56 Kilo bei ein Meter 75 Größe ergibt den Index 18. Das ist Mindesanforderung in Madrid! Als gesund gilt eine junge Frau mit Werten zwischen 22 und 26.

Diese Körper-Masse-Index wird errechnet aus Körpergröße in Metern geteilt durch Gewicht in Kilogramm zum Quadrat.
Bei einem Index unter 18 spricht man von Magersucht, woran von allem Frauen leiden. Besonders anfällig sind dafür junge Mädchen, die ihrem Idol vom Laufsteg gleichen wollen. Darum haben Hilfsorganisationen Alarm geschlagen, als jüngst in Kalifornien die Kleidergröße 32 kreirt wurde. Das entspricht den Maßen 12jähriger Kinder.

Das britische Model Catherine meint, an schlanken Mädchen sehen die Sachen nun mal besser aus. Sie sieht aber auch einen Trend hin zu üppigeren Mädchen, solchen mit Busen und richtigen Kurven. Nur – während die Menschen insgesamt immer dicker werden, wolle jede Frau im Kleid schlank wirken.

Die Madrider Modewoche hatte im vergangenen Jahr heftige Diskussionen ausgelöst, als Models mit Kleidergröße 34 von ihrer Angst um die Karriere sprachen, falls sie ein paar Gramm mehr auf die Rippen bekämen.