Eilmeldung

Eilmeldung

Schock für britische Breifmarkensammler: Royal Mail führt Online-Marke ein

Sie lesen gerade:

Schock für britische Breifmarkensammler: Royal Mail führt Online-Marke ein

Schriftgrösse Aa Aa

Für einige Philatelisten ist es der Beginn des Endes: In Großbritannien geht es der Briefmarke an den Kragen. Genauer: Das Postwertzeichen wirdlangsam aber sicher überflüssig. Die Royal Mail führt stattdessen Marken, die sich jeder zu Hause an seinem eigenen Computer ausdrucken kann. Für Sammler eine Katastrophe.

Künftig braucht man im Königreich ein Online-Konto bei der Post und eine Kreditkarte. Angegeben werden müssen Gewicht und Umfang des Briefs oder Päckchens, schon erscheint die Marke – allerdings gibt es statt des Konterfeis der Queen nur einen Strichcode.

Der kann dann anschließend auf den Umschlag geklebt werden. Traditionsbewußte Untertanen ihrer Majestät sind verstört. Immerhin leben sie in dem Land, das als erstes 1840 eine selbstklebende Briefmarke einführte. Hintergrund der Online-Marke ist der Kampf gegen die Konkurrenz. Denn zu Jahresbeginn verlor die Royal Mail das Briefmonopol.

Das Wertzeichen aus dem Internet soll dem Kunden mehr Flexibilität ermöglichen. Schließlich kann dieser seinen Computer zu jeder gewünschten Tages- und Nachtzeit bedienen. Da kann die gute alte Post um die Ecke nicht mithalten. Und Sammlern sei gesagt, dass Briefmarken auch weiterhin erhältlich sind.