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Erstmals deutsche Soldaten im Nahen Osten

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Erstmals deutsche Soldaten im Nahen Osten

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Bereits morgen werden deutsche Kriegsschiffe in Richtung Libanon auslaufen. Ihre Aufgabe: Gemeinsam mit vier weiteren Nationen soll die Bundesmarine den Waffenschmuggel an der libanesischen Küste unterbinden. Maximal werden 2400 Soldaten entsandt. Der Bundestag billigte den Kabinettsbeschluss nach einer letzten Debatte erwartungsgemäss mit grosser Mehrheit. 442 Abgeordnete stimmten dafür, fünf enthielten sich, 152 waren dagegen. Die meisten davon aus der FDP und der Linkspartei.

Die Bundesmarine ist Teil der UN-Friedenstruppe UNIFIL. Diese soll den Waffenstillstand zwischen israel und dem Libanon überwachen. Das Mandat der Soldaten wurde zunächst bis 31. August 2007 befristet. Bundeskanzlerin Merkel betonte die historishce Dimension des Einsatzes. In keiner anderen Region werde “die einzigartige Verantwortung Deutschlands” für die Lehren aus der Vergangenheit so deutlich. “Wir sind nicht neutral”, betonte sie. “Wir wollen auch gar nicht neutral sein.” Deutsche Außenpolitik sei immer an Werte gebunden gewesen. Der Einsatz sei von Israel wie vom Libanon gewollt. “Zu keinem Zeitpunkt ging es nur um militärische Fragen”, sagte Merkel.