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Regierungsgegner in Budapest postieren sich vor Parlamentsgebäude

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Regierungsgegner in Budapest postieren sich vor Parlamentsgebäude

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In der ungarischen Hauptstadt Budapest stellen sich Demonstranten und Polizei auf eine dritte Nacht von Protesten ein. Regierungsgegner haben vor dem Parlament in Budapest Stellung bezogen, um weiter gegen Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany zu demonstrieren. Tausende Anhänger der rechts-konservativen Opposition forderten am Mittwoch erneut den Rücktritt des sozialistischen Regierungschefs.
Gyurscany lehnt das ab. Er will an der Macht bleiben, um sein umstrittenes Wirtschaftsprogramm umzusetzen. Der 45jährige Millionär machte die Opposition für die neuen Ausschreitungen verantwortlich. Er kündigte eine Politik der Null-Toleranz gegenüber der Gewalt auf Ungarns Straßen an.
Auslöser des Konflikts: Tonbandaufnahmen hatten gezeigt, dass der Regierungschef die Bevölkerung belogen hatte, um die Wahl im April wiederzugewinnen. Daraufhin gab es in den vergangenen zwei Tagen heftige Krawalle in Budapest. Berittene Bereitschaftspolizei ging gegen die Menschenmenge vor. Es wurden Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt.
Insgesamt erlitten mehr als 250 Menschen Verletzungen. Die Demonstranten bewarfen die Polizei mit Flaschen und Pflastersteinen. Ein Auto ging in Flammen auf.