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Weiterhin Aufruhr in Budapest

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Weiterhin Aufruhr in Budapest

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In der ungarischen Hauptstadt protestierten erneut mehrere tausend Menschen. In der zweiten Nacht in Folge, demonstrierten sie gegen Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany. Auf einem Tonbandmittschnitt, der in die Öffentlichkeit gelangte, war zu hören, wie
Ministerpräsident Gyurcsany zugibt, die Bevölkerung belogen zu haben, um die Wahlen zu gewinnen. In der Nacht lieferten sich Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei. Diese setzte Wasserwerfer und Tränengas ein um die gewaltbereiten Demonstranten auseinanderzu- treiben. Unter ihnen befanden sich auch etliche Rechtradikale Die Proteste richteten sich die auch gegen die gescheiterten Wirtschaftsreformen der Sozialisten.

Sie wollten die Neuverschuldung von rund 10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes auf unter drei Prozent drücken. Wegen der bisher beispiellosen Neuverschuldung, kann Ungarn den EURO nicht einführen. Laut Umfragen befindet sich die Zustimmung zur regierenden sozialistischen Partei und des Ministerpräsidenten im freien Fall. Von 40 Prozent Zustimmung im April sank sie auf unter 25Prozent aktuell. Die Demonstranten forderten den Rücktritt des Ministerpräsidenten Gyurcsany, doch dieser hat schon verkünden lassen, das er im Amt bleiben will.