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Deutsche Soldaten unterwegs in Richtung Libanon

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Deutsche Soldaten unterwegs in Richtung Libanon

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Die ersten acht Schiffe der deutschen Marine sind mit 1000 Soldaten an Bord zum Einsatz im Nahen Osten ausgelaufen. Verteidigungsminister Franz Josef Jung verabschiedete den Verband in Wilhelmshaven. Die Einheiten sollen in 10 bis 14 Tagen im Einsatzgebiet vor der libanesischen Küste ankommen, um dort künftig Waffenlieferungen zu verhindern.

Kommandeur des internationalen Marine-Einsatzes, an dem sich auch noch Schweden, Norwegen und die Niederlande beteiligen, ist ein deutscher Flottillenadmiral. Der Bundestag hatte das Mandat für die Beteiligung an der UN-Friedenstruppe UNIFIL bis August 2007 erteilt. Danach kann die Bundeswehr bis zu 2400 Männer und Frauen zur Verfügung stellen.

Gut fünf Wochen nach dem Ende des Krieges zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz sind im Süden des Libanons 5000 UN-Friedensschützer im Einsatz. Insgesamt soll die Truppe gemäß einer Resolution des UN- Sicherheitsrates bis zu 15 000 Soldaten umfassen. Die israelische Armee will sich nach eigenen Angaben in den kommenden Tagen vollständig aus dem Süden des Libanons zurückziehen.

Israel war in den Süden des Libanon einmarschiert, nachdem Kämpfer der Hisbollah am 12. Juli zwei israelische Soldaten verschleppt und mehrere Soldaten getötet hatten. Im Verlauf der kriegerischen Auseinandersetzungen kamen rund 1200 Menschen ums Leben, vor allem libanesische Zivilisten. Mit der Libanon-Mission sind acht Jahre nach dem ersten Auslandseinsatz deutscher Militärs seit dem zweiten Weltkrieg weltweit rund 10 000 deutsche Soldaten im Einsatz. Die anderen Einsatzgebiete sind der Balkan, Afghanistan und Afrika.