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Niederländischer Staat zieht sich aus Telekomkonzern KPN zurück

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Niederländischer Staat zieht sich aus Telekomkonzern KPN zurück

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Der niederländische Staat zieht ich vollständig aus dem Telekommunikationskonzern KPN zurück. Das Finanzministerium kündigte den Verkauf des verbleibenden Acht-Prozent-Anteils an. Den Haag erhofft sich einen Erlös von 1,7 Milliarden Euro.

Knapp die Hälfte dieses Aktienpakets übernimmt KPN selbst. Dadurch wolle Vorstandschef Ad Scheepbouwer verhindern, dass der Verkauf der Staatsanteile zu einem Überangebot am Markt führe, hieß es.

KPN erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von zwölf Milliarden Euro. 40 Prozent trägt dazu das Mobilfunkgeschäft bei, knapp zwei Drittel das Festnetz. Analysten sehen nun in KPN verstärkt ein Übernahmeobjekt. Allerdings rechnen sie nicht mit einem konkreten Angebot in den nächsten zwei bis drei Jahren.

Um seine Gewinnmargen zu erhöhen, plant KPN bis Ende 2009 den Abbau von rund 8000 Arbeitsplätzen. Auch investiert der Konzern verstärkt in Dienste wie dem digitalen Fernsehen, da sich viele Kunden des traditionellen Telefongeschäfts günstigeren Konkurrenten wie Tele2 zuwenden.