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ETA will an Strategie des Terrors festhalten

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ETA will an Strategie des Terrors festhalten

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Die baskische Untergrundorganisation ETA will trotz ihrer im März verkündeten Waffenruhe die Strategie des Terrors nicht aufgeben. “Wir werden mit der Waffe in der Hand kämpfen, bis wir die Unabhängigkeit und den Sozialismus im Baskenland durchgesetzt haben”, betonten die Separatisten in einer Erklärung, die die Zeitungen “Gara” und “Berria” veröffentlichten. Die Erklärung war von drei vermummten ETA-Mitgliedern bei einer Gedenkfeier zum “Tag des baskischen Kriegers” verlesen worden. Das heimliche Treffen hatte am Samstag in der Nähe der nordspanischen Kleinstadt Oiartzun bei San Sebastian stattgefunden. Ein Sprecher der ETA-nahen Partei Herri Batasuna sagte, nach sechs Monaten Waffenstillstand müsse man aus der derzeitigen Blockade ausbrechen. Die ETA wolle ein Zeichen setzen. Sie könne die Situation nicht allein ändern, sondern setze auf die politischen Gruppierungen in Madrid, besonders die Sozialisten. Beobachter interpretierten die Erklärung als einen Versuch, die spanische Regierung vor den anstehenden Verhandlungen mit der ETA unter Druck zu setzen. Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero sagte, die Spielregeln seien klar. Die Verhandlungen müssten sich im Rahmen der Legalität bewegen. Dazu gehöre auch der Verzicht auf Gewalt in jeder Form. Anhänger der ETA verüben jedoch immer wieder gewaltsame Sabotageakte. Am Wochenende feuerten mutmaßliche ETA-Sympathisanten im Baskenland Brandbomben auf die Geldautomaten von drei Banken ab.