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Flüchtlingsabkommen zwischen Frankreich und Senegal

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Flüchtlingsabkommen zwischen Frankreich und Senegal

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Im Kampf gegen illegale Einwanderung aus Afrika hat Frankreich mit Senegal die Rückführung von Flüchtlingen vereinbart. Bei einem Besuch in Senegals Hauptstadt Dakar nannte Innenminister Nicolas Sarkozy das Abkommen ohne Beispiel. Den Verbrechern, die menschliches Elend ausnützten, seien nun senegalesische und französische Polizei gemeinsam auf den Fersen. Im Gegenzug erleichtert Frankreich die legale Einreise, zum Beispiel für Studenten oder Geschäftsleute. Außerdem bekommt Senegal mehr Geld.

Allerdings ist Frankreich von der Flüchtlingswelle vergleichsweise wenig betroffen. Viele wählen den Weg über das Mittelmeer nach Italien und Malta. Der Hauptstrom richtet sich gegen die spanischen Kanareninseln im Atlantik, nur gut hundert Kilometer vor der westafrikanischen Küste.

Die Einwanderungspolitik ist für Frankreich aber ein wichtiges politisches Thema, auch angesichts der Präsidentenwahl im nächsten Jahr. Sarkozy macht sich Hoffnungen auf das Amt und wird wohl als Kandidat der Konservativen antreten. Vor kurzem hat er auch schon das französische Ausländerrecht verschärft.