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Papst-Audienz mit ranghohen Islam-Vertretern

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Papst-Audienz mit ranghohen Islam-Vertretern

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Papst Benedikt XVI hat nach dem Sturm der Entrüstung über seine Worte zum Islam versucht, die Wogen weiter zu glätten: In seiner Sommer-residenz Castelgandolfo bei Rom empfing er Botschafter islamischer Staaten sowie hohe Geistliche und andere Vertreter des Islam zu einer Audienz. In seiner auf französisch gehaltenen kurzen Ansprache sagte der Papst, er sei zutiefst davon überzeugt, dass Christen und Moslems gemeinsam den zahlreichen Herausforderungen begegnen müssten, mit denen die Menschheit konfrontiert sei. Insbesondere für die Verteidigung und Förderung der Menschenwürde und der daraus hervorgehenden Rechte sollten sich Christen und Moslems gemeinsam einsetzen, betonte Benedikt XVI.

Am 12. September hatte der Papst (bei einer Vorlesung in Regensburg) aus einem mittelalterlichen Dialog die Worte zitiert, der
Prophet Mohammed habe nur “Schlechtes und Inhumanes” gebracht, denn er habe gelehrt, den Glauben mit dem Schwert zu verbreiten.

Der irakische Botschafter Ismail Yelda, selbst ein Christ, erklärte nach der Audienz, der Heilige Vater habe nochmals seine Hochachtung für alle Moslems bekundet und gegenseitigen Respekt gefordert. Von den Vatikan-Botschaftern der islamischen Staaten war nur der Vertreter des Sudan der Einladung des Papstes nicht gefolgt.